Zingst 2018

Gerade erst ist die Vater-Sohn-Tour nach Schweden zu Ende, da fahren wir auch schon wieder nach Zingst auf den Darß. Zu allererst bringen wir unsere Tochter nach Rügen. Sie bleibt dort einige Tage auf Besuch bei der Familie.

Der Verkehr ist für Ferienverhältnisse ruhig. Wir fahren ohne Staus durch Hamburg und machen unsere erste Pause am Hafen in Wismar.

Wir gehen zu den Fischbrötchen-Kuttern auf die andere Seite des Hafenbeckens und kaufen uns einmal Fischbrötchen und Fish & Chips.

Zwischen der dicken Panade finde ich tatsächlich auch noch ein wenig Fisch. Was soll’s, der Hunger ist gestillt. Für eine längere Besichtigung reicht unsere Zeit aber nicht. Darum verlassen wir Wismar wieder nach einem Eis und dem Fahrerwechsel.

Ohne Staus und Komplikationen erreichen wir Rügen. Unser Ziel ist Breege und liegt im Norden der Insel. Das sind noch 60 Inselkilometer dazu.

Am Abend genießen wir nochmal ein sehr gutes Fischbrötchen aus der kleinen Hafenräucherei in Breege. Wir dürfen bei der Verwandtschaft auf dem Grundstück in Luigi übernachten.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen verlassen wir Rügen schon wieder und fahren auf den Darß nach Zingst.

Meine Frau hat den Wellness-Campingplatz Düne 6 ausgesucht und einen Platz vorab reserviert. Die Anmeldung ist schnell gemacht. Dann beziehen wir den ausgesuchten Platz. Als alles fertig ist, fahren wir mit dem Fahrrad die 500 Meter bis zum Strand und schmeißen uns in die Fluten. Die Wassertemperatur beträgt zur Zeit 19 Grad Celsius. Das tut gut.

Nach dem Duschen auf dem Campingplatz besuchen wir das platzeigene Steakrestaurant. Lange habe ich schon kein derart gutes Steak gegessen.

Als letztes an diesem Tag radeln wir nochmal zur Seebrücke ins Zentrum. Wir genießen den Sonnenuntergang und schauen dem Treiben zu.

Nachts hat es tatsächlich mal geregnet. Am Morgen waren noch ein paar größere Pfützen zu sehen. Die leichte Bewölkung lädt uns zu einem Ortsbummel ein.

Viele kleine Häuschen lassen Zingst gemütlich aussehen. Große Hotelburgen sucht man vergeblich. Natürlich ist trotzdem alles dem Tourismus verschrieben. Aber ich finde es nett hier.

Wir radeln bis zum Hafen, der auf der Boddenseite von Zingst liegt. Als wir ankamen, fuhr gerade ein Raddampfer zur Rundfahrt ab. Für ein gescheites Bild bekam ich die Handykamera nicht schnell genug in Gang.

Nach einem Softeis fuhren wir zurück zum Campingplatz. Meine Frau traf auf dem Weg noch eine Bekannte. Während sie einen kleinen Schnack abhielt, fotografierte ich noch das nette Reetdach-Ensemble mit Leuchtturm.

Zum Abendessen gab’s im Zentrum nochmal Live-Musik. Unsere Pizza haben wir aber am Strand vertilgt. Den Rest des Abends verbringen wir mit Lesen und Stricken mit Luigi.

Den letzten Tag unseres Darß-Aufenthaltes haben wir mit dem Rad einen Abstecher nach Prerow unternommen. Das liegt circa 10 Kilometer westlich auf der Halbinsel.

Der Strand hat schönen weißen Sand und ist sehr gut besucht. Wie fast jedes Ostseebad hat auch Prerow eine Seebrücke. Der Ort selber hat uns nicht so gut gefallen wie Zingst.

Zum Abschluss des Tages waren wir nochmal Teil der Sonnenuntergangsparty mit DiscoFox am Zingster Strand. Diesmal war es noch voller als am Dienstag.

Am Freitag sind wir 15 Kilometer weiter gereist. Wir haben von unserer Tochter noch einen Tag Verlängerung bekommen. Ziel unserer langen Reise war der Hafen von Barth. Eine kleine Stadt auf der anderen Seite des Boddens. Wir hatten uns den Hafen des Seglervereines als Stellplatz ausgesucht. Gott sei Dank sind wir ohne Navi gefahren und der ersten Einfahrt zu den Wohnmobilplätzen gefolgt.

Dabei sind wir auf dem Gelände des Barther Yachtservice gelandet. Der Platz ist komfortabler und nicht so voll wie der nebenan. Wahrscheinlich weil er in Stellplatzführern nicht aufgeführt ist.

Es ist auch möglich, sich hier ein Hausboot zu mieten. Die Häuser haben zwei Etagen und schwimmen tatsächlich im Hafen.

Der Ort Barth hat nette Häuschen einen schönen Marktplatz und einen schönen Hafen. Leider schließen viele kleine Geschäfte.

Immer wieder kann man nette Details fotografieren.

Auch hier neigt sich der Tag dem Ende entgegen und die Sonne verzaubert den Blick mit ihren schönsten Farben.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen konnte ich noch beobachten, wie ein Segelboot aus dem Wasser gehoben würde. So eine Art Kranwagen kannte ich nur als Vancarrier aus dem Containerterminal. Wir blieben noch bis 17.00 Uhr in Barth und fuhren anschließend zurück nach Rügen.

Um die große Baustelle in Bergen zu umgehen, wichen wir diesmal auf die Wittower Fähre aus. Anschließend verlebten wir ein sehr schönes Wochenende bei und mit unserer Gastfamilie mit Grillen, Baden und netten Gesprächen.

Für den letzten Tag haben wir einen Besuch bei den Störtebeker-Festspielen eingeplant.

Von Breege fahren wir direkt mit dem Schiff nach Ralswick zum Festspielgelände. Die Wappen von Breege ist gut gefüllt. Die Fahrt über den Bodden dauert etwa eine Stunde.

Die Kulissen sind schön gestaltet. Auf dem Bodden fahren während des Stückes einige Koggen hin und her, die zum Teil in das Stück mit einbezogen sind. Dem Kollegen Störtebeker widerfährt viel Böses. Weshalb er sich rächen möchte. Nach getaner Rache wird er für Vogelfrei erklärt und zieht sich auf das Meer zurück, um fortan den Beruf des Freibeuters auszuüben. Am Ende wird er geköpft. Der Sage nach läuft er kopflos noch an 7 Männern seiner Besatzung vorbei, die daraufhin die Freiheit zurück erlangen.

Nach dem Feuerwerk fahren wir mit der Wappen von Breege zurück. Das Stück finde ich etwas freudlos dargestellt. Vielleicht verstehe ich aber auch nur den dargebrachten Humor nicht richtig.

Die Heimfahrt verlief ohne Staus und Probleme. Um 20.15 Uhr verließen wir am nächsten Tag die Insel Rügen. Um kurz vor Mitternacht erreichten wir unser zu Hause. Die nächsten Tage können wir Einkaufen, Wäsche waschen und vor allem die Blumen wässern. Die nächste Tour soll in der kommenden Woche beginnen.

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