14/08/2022

Callantsoog, Noord Holland

Für einen Kurzurlaub wollte ich Ende Mai mit einem Freund ans Meer fahren. Auf Wetter-Online wurde uns wettertechnisch die holländische Nordseeküste empfohlen. Also fuhren wir mit dem Hymer Wohnmobil nach Westen. Nach 2 Stunden passierten wir die Grenze zum Nachbarland und eine Stunde später erreichten wir den Abschlussdeich(Afsluitdijk). Der grenzt das Ijsselmeer von der Nordsee ab. Dadurch ist der größte See der Niederlande entstanden. Wenn man auf dem 32 Kilometer langen Deich entlang gefahren ist, kommt man in die Region Noord Holland. Die durchquerten wir noch kurz und kamen nach 4 Stunden an unserem Zielort Callantsoog an.

Callantsoog – Noord-Holland

Wir suchten uns den Campingplatz Tempelhof aus. Der war mir aus früheren Urlauben mit unseren Kindern schon bekannt. Überraschender Weise waren auf dem Platz kaum Camper zu finden, obwohl wir uns genau die Woche zwischen Vatertag und Pfingsten ausgesucht hatten. Der Platz bietet allerlei Attraktionen wie Schwimmbad, Sporthalle, Einkaufsmarkt etc, die wir aber alle nicht genutzt haben. Den Sanitärbereich hatten wir fast für uns alleine.

Fischkutter auf kleinem Teich

Vom Campingplatz sind es circa 1,5 Kilometer zum Wasser. Da wir Fahrräder mit dabei hatten, war das überhaupt kein Problem. Nach der Ankunft schwangen wir uns schnell auf die Räder und fuhren in den Ort um echte holländische Frites und Frikandel Special zu essen. Nachdem wir unseren Hunger gestillt hatten, ging’s an den Strand. 50 Meter neben dem Imbiss war ein Aufgang über die Dünen. Der Dünengürtel läuft von Den Helder bis hinter Den Haag. Davor erstreckt sich über 134 Kilometer fast ununterbrochener Strand. Dazu kommt noch die Ausrichtung nach Nordwest. Hier bekommt man die schönsten Sonnenuntergänge über dem Wasser geboten. Eigentlich waren am ersten Abend schon alle Bedürfnisse erfüllt, sodass ich auch gleich wieder nach Hause fahren hätte können. Gott sei Dank hatten wir noch 2 volle Tage in Callantsoog vor uns.

Altes Schiff von 1662

Am ersten Tag fuhren wir mit den Fahrrädern durch die Dünen nach Den Helder. Von hier aus kann man mit der Fähre zur Insel Texel fahren. Der Wettergott meinte es tatsächlich sehr gut mit uns. Der ganze Tag war sonnig und trocken. In Den Helder schauten wir uns beim Marine Museum um. In einem Glaskasten wird ein altes Handelsschiff aus dem 17. Jahrhundert ausgestellt, welches im Schlick gefunden wurde. Eine Dreimastbark liegt im Trockendock. Man hat auch die Möglichkeit ein U-Boot zu besichtigen. Wir beließen es bei der Aussenansicht des Museums. Vor ein paar Jahren habe ich es schon einmal mit meiner Familie besucht. Auf dem Rückweg nach Callantsoog schauten wir immer mal wieder auf einen der Strandzugänge und genossen viele Portionen Meer. Die Entfernung betrug insgesamt gut 40 Kilometer hin und zurück.

Markante Dünenlandschaft

Am zweiten Tag wechselten wir die Richtung und radelten Richtung Süden. Diesmal regnete es nördlich von Callantsoog und unser Weg blieb wieder trocken. Die Fahrradwege wie auch der Campingplatz waren wenig frequentiert. Wir konnten ganz in Ruhe unseren Ausflug genießen. Das ist in der Hauptferienzeit ein wenig anders. Beim Strandpaviljoen Struin wollte ich unbedingt noch einen Pannekoeken bestellen, bevor wir wieder umkehrten. Abends kochten wir uns ein Chili con Carne. Beim Supermarkt Albert Hein konnten wir eine fertige Kiste mit allen frischen Zutaten und Rezept kaufen. Es fehlten nur Reis und Hackfleisch. Alles andere war in der Kiste. Und geschmeckt hat es auch noch.

Gruss per WebCam

Zum Abschluss ging’s nochmal zum Strand, wo wir meiner Tochter per Webcam zugewunken haben. Tatsächlich hat sie mir das Bild als Beweis zugesandt. Danach gab sich der Himmel über Callantsoog wieder alle Mühe beim Sonnenuntergang, damit wir auf jeden Fall wiederkommen. Das hat wohl geklappt. Wir kommen wieder

Sonnenuntergang über dem Meer

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