Vespa GTS 300

Wir haben ein neues Pferd im Stall: die Vespa GTS 300. Eine rassige Partnerin für Luigi. Sie ist 2 Jahre alt und hat 4000 Kilometer gelaufen.

Über Ebay-Kleinanzeigen wurde ich auf die Wespe aufmerksam. Bei der Suche stellte ich fest, das für diese Roller, gebraucht, horrende Preise verlangt und auch bezahlt werden. Man nennt die Vespa nicht umsonst die Harley der Roller.

Die Vespa stand in ca. 100 Kilometern Entfernung. Die Besichtigung verlief sehr angenehm. Beim Verkäufer handelte es sich um einen sehr freundlichen und zuvorkommenden Menschen. Vielen Dank dafür. Mittlerweile darf man das wohl erwähnen, weil es absolut nicht mehr selbstverständlich ist.

Die Vespa präsentierte sich so, wie sie beschrieben und fotografiert wurde. Eigentlich war der Zustand besser als auf den Bildern. Dort sah es so aus, als wenn das Gehäuse der Variomatic schon angegriffen wäre. Das stellte sich schnell als falsch heraus. Die weitere Besichtigung verlief Problem- und Ereignislos. Ich hatte mich extra mit einem Video auf YouTube auf die Besichtigung vorbereitet. Alle gezeigten Stellen, wo Probleme auftauchen könnten, waren in Ordnung.

Über den Preis waren wir uns schnell einig. Der Verkäufer schloss Preisverhandlungen in der Anzeige aus. Also fragte ich ihn, ob er mir freiwillig entgegen kommt. So lies er noch ein wenig vom Kaufpreis ab, sodass auch mein Wunsch nach Preisnachlass erfüllt wurde.

Eine Probefahrt habe ich natürlich auch gemacht. Der Roller machte aber von vornherein einen so guten Eindruck, das ich keine Fehler befürchtete. Eine kleine Runde drehten meine Frau und ich noch, um die Platzverhältnisse für die Sozia zu testen. Beide sollen schließlich auf Reisen mitfahren.

Zum Schluss montierte der Verkäufer für mich noch die hohe Scheibe. Es waren schließlich nur 5 Grad und ich hatte noch 100 Kilometer auf dem Roller vor mir. Die Heimfahrt war trotz der niedrigen Temperaturen ein Genuss. Ich hatte aber auch 2 Hosen und eine Regenhose angezogen. Das große Windschild nahm sämtlichen Fahrtwind von meinem Oberkörper und auch von den Händen.

Für Ihre 278 ccm Hubraum und die 22 PS spurtet die GTS 300 ruckzuck von 0 auf 80 Km/H. Weiter geht es noch recht ordentlich bis 110 Km/H. Die höchste Geschwindigkeit liegt bei 122 Km/H vom Tachometer abgelesen. Damit beim Beschleunigen keine Probleme auftreten, besitzt dieser Roller ein ASR. Dabei handelt es sich um eine Antischlupfregelung, die das Durchdrehen des Antriebsrades verhindern soll. Damit man auch sicher wieder zum Stehen kommt, wurde auch ein ABS-System verbaut. Das Fahrwerk konnte ich auf der Rückfahrt nicht ausgiebig testen. Die Auslegung ist auf den Komfort gerichtet. Das schönste Gefühl auf dem Roller hatte ich bei einer Geschwindigkeit von ca. 80 – 100 Km/H. Die Vespa erzeugt dort keine Vibrationen und der Motor ist nicht zu hören. Es fühlt sich dann so an, als wenn man durch die Landschaft fliegt – herrlich. Dazu beigetragen hat sicherlich auch die super funktionierende Variomatic.

Konstruktionsbedingt hat die Vespa aber auch einen großen Nachteil. Durch die geringen Abmaße passt unter die Sitzbank leider kein Integralhelm. Dafür besitzt sie den vespatypischen Durchstieg und einen Taschenhalter für die Einkaufstasche.

Die zweite Tour führte mich zur im Dezember fälligen Hauptuntersuchung bei der Dekra. Für die Zulassung benötigt man nämlich mindestens 3 Monate bis zur nächsten Prüfung. Auch der Fahrzeugingenieur bescheinigte meiner Vespa nach seiner eingehenden Prüfung inklusive Abgastest, einen nahezu Neuzustand und klebte die blaue Prüfplakette auf das Kennzeichen. Anschließend fuhr ich noch zum Straßenverkehrsamt, um die Vespa auf meinen Namen umschreiben zu lassen. Somit ist sie in die Familie aufgenommen.

 

 

 

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