29/11/2021

Lüneburg

In Lüneburg wollten wir mit unserem Willi nochmal probewohnen. Seit einem Jahr stand er nach der Anschaffung, Corona sei Dank, unbewegt in seinem Unterstellplatz. Zu Hause habe ich ihn dann als erstes gereinigt. Danach stand die Prüfung aller Funktionen an.

Durch die lange Standzeit war einer der 3 Gaskocher verstopft. Dank YouTube war es null Schwierigkeit, diesen Mangel zu beheben. Ich brauchte nur die Düse auszuschrauben und sie einmal mit einer Nadel zu durchstechen. Schon funktionierte es wieder. Die Heizung und der Kühlschrank liefen auf Anhieb wieder.

Als nächstes war die Wasserversorgung dran. Den Tank habe ich mit 2 Kannen Wasser befüllt und danach die Leitungen durchgespült. Außer bei der Toilette lief alles wunderbar. Dort kam kein Wasser an. Beim Waschbecken daneben schon. Also konnte ich den Fehler auf die Toilette selbst eingrenzen. Mein erster Verdacht war der Magnetschalter. Er soll den Rückfluss des Wassers in den Tank verhindern. Sonst müssten wir es bei jedem Spülgang durch den ganzen Wohnwagen spülen. Das wäre Nachts besonders schön. Der Magnetschalter bestand aber seinen Test. Danach blieb nur noch der Wasseraustritt der Toilette. Die Demontage war wider Erwarten einfach. Im Inneren befindet sich ein Ring mit Austrittsöffnungen und einem Ventil davor. Letzteres ließ sich nur mit Durchpieksen einer Rouladennadel bewegen. Danach zusammen bauen und die Toilette trat auch Ihren Dienst wieder ordnungsgemäß an.

Einfahrt Campingplatz Rote Schleuse

Als letztes haben wir alle Utensilien aus dem Wohnmobil umgepackt und noch schnell die Klamotten in die Schränke gelegt. Dann sind wir zum Campingplatz Rote Schleuse nach Lüneburg aufgebrochen. Der Platz liegt 5 Kilometer vom Zentrum der Stadt entfernt. Es ist ein kleiner Platz, der aber als Geheimtipp gefeiert wird.

Die Fahrt dorthin dauerte nur etwa 90 Minuten. Trotzdem finde ich mit dem Wohnwagen fahren viel anstrengender, als mit unserem Wohnmobil.

fertig Aufgebaut

Die Ausrichtung des Wohnwagens mit dem Aufbau des Vorzelts hat beim ersten Mal unter „Wettkampfbedingungen“ etwa eine Stunde in Anspruch genommen. Eigentlich hat nur noch der Applaus von den umliegenden Zuschauern gefehlt. Frisch geduscht haben wir am Abend noch das Restaurant Platzhirsch ausprobiert. Die Gerichte waren sehr lecker und die Preise zivil.

Mit dem Wohnwagen war alles in bester Ordnung. Am nächsten Vormittag zickte mein KTM Fahrrad herum. Wie aus heiterem Himmel erkannte das Fahrrad die Geschwindigkeit nicht mehr. Somit setzte auch die Unterstützung des Motors aus. Leider nicht zum ersten Mal. Trotz vielfältiger Bemühungen war das Rad nicht dazu zu bewegen, seinen Dienst wieder aufzunehmen. Also von dort an, war wieder alleinige Muskelkraft angesagt. Zum Glück haben wir gleich nach dem Wochenende sowieso einen Termin beim Fahrradhändler.

Das Flair von Lüneburg
Das Flair von Lüneburg

Nach dem Ärger haben wir es trotzdem noch geschafft, eine erste Runde durch Lüneburg zu drehen. Die Innenstadt ist gesäumt von vielen alten Gebäuden. Es herrscht eine entspannte Atmosphäre. Viele junge Leute sind auf den Straßen zu sehen. Das liegt wohl daran, das Lüneburg eine Studentenstadt ist. Die Leuphana Universität ist in der ehemaligen Kaserne untergebracht, in der ich 1989 meine Grundausbildung absolviert habe. Direkt an der Ilmenau haben wir noch einen freien Tisch vor einem Restaurant ergattern können. Beim Essen konnten wir das Treiben beobachten. Zwei Musiker spielten die Hintergrundmusik dazu. Danach fuhren wir noch ein wenig im Zentrum auf und ab. Es ist eine wirklich schöne Stadt.

schmale Gasse in Lüneburg
schmale Gassen

Auch an unserem zweiten Tag in Lüneburg, waren wir begeistert von den vielen kleinen Gassen und Hinterhöfen. Die Fußgängerzone besteht aus vielen kleinen Geschäften. Überall sind zwischendurch Bars und kleine Restaurants, die zum Verweilen einladen. So Stelle ich mir eine schöne City vor. Fahrradfahren ist, bis auf in der Fußgängerzone von 10-18 Uhr, ausdrücklich erlaubt. Auch entgegen der Fahrtrichtung in Einbahnstraßen. An größeren Straßen gibt es breite Fahrradwege.

Einkaufsstraße in Lüneburg
Platz mit Johanniskirche

Nach einem schönen Tag in Lüneburg radelten wir zurück zum Campingplatz und machten uns noch einen gemütlichen Abend.

Dämmerung an der Ilmenau bei Lüneburg
Die Ilmenau in der Dämmerung

Der letzte Tag des Aufenthaltes diente zur Entspannung und zum Abbau des Vorzeltes. Ich probierte als Letztes noch die Funktion des Fernsehers und der Sat-Antenne aus. Auch hier ging alles ganz schnell und einfach einzurichten.

Lüneburg mit dem Campingplatz Rote Schleuse ist ein tolles Reiseziel, wo wir gerne wiederkommen wollen.

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