24/09/2020

Suzuki V-Strom 650 XT

Dank des fälligen Service an meiner BMW R 1200 R bei Bergmann und Söhne in Bremervörde, durfte ich als kostenloses Ersatzfahrzeug die aktuelle Suzuki V-Strom 650 in der XT-Version testen.

Suzuki V-Strom 650 XT

Die Übergabe des Motorrades war schnell gemacht. Alle Schalter und Hebel sind an den handelsüblichen Stellen verbaut und funktionieren auch dem entsprechend. Der Bordcomputer ist mir seit meiner V-Strom 1000 bekannt. Den Starterknopf kurz gedrückt und schon läuft der V2 ruhig los. In langsamer Fahrt fühlt sich die kleine Frau Strom etwas luftiger an als die Tausender. Die Gasannahme ist spontan. Natürlich entwickelt der 645-Kubik-Motor nicht den gleichen Druck wie die große Schwester. Jedoch stellt er ein breites Drehzahlband zur Verfügung. Ohne lästige Vibrationen ruft er seine Leistung ab. In der Spitze, bei 8.800 U/min, sind das muntere 71 Pferdestärken. Das höchste Drehmoment von 62 NM erreicht der Motor bei 6.500 U/min. Der Durchschnittsverbrauch pendelt sich so knapp über 4 Litern ein. Bei einem Tankvolumen von 20 Litern ergibt das eine Reichweite von über 400 Kilometern pro Füllung.

Der V2 läuft sehr schön ruhig.

Für Stadt und Landstraße ist das Triebwerk mehr als ausreichend. Wenn man in dem sehr leicht und exakt zu schaltenden Getriebe die passenden Gänge wählt, kommt richtig Spaß auf. Bei voller Beschleunigung wird die Front verdächtig leicht. Die angesprochene Luftigkeit finde ich auch bei schnellerem Tempo wieder. Die Suzuki lässt sich sehr leicht auch um enge Kurven zirkeln. Alles fühlt sich spielerisch leicht an. Die Sitzposition ist entspannt aufrecht. Der Lenker liegt sehr gut in der Hand. Alle Schalter sind gut zu erreichen. Für den Windschutz sorgt eine, ohne Werkzeug, zu verstellende Scheibe. Nur während der Fahrt ist dieses leider nicht möglich. Das Fahrwerk bietet ebenfalls, bis auf die Federbasis hinten, keine Einstellmöglichkeit. Diese ist jedoch sehr komfortabel über ein Handrad zu bedienen. Die Verstellmöglichkeit vermisse ich auf meiner Fahrt kein bisschen. Die Bremsen verzögern gut und geben gute Rückmeldung. Wenn ich was bemängeln möchte, wäre es der etwas kräftigere Hebelzug der Vorderradbremse. Das ist aber jammern auf hohen Niveau.

Eine bequeme Sitzbank mit ausreichend Platz.

Auf der Sitzbank ist genug Platz für 2 Personen. Sie bietet eine ausreichende Breite für Fahrer und Beifahrer. Ich könnte mir aber vorstellen, das bei 2-Personenbetrieb mit Gepäck auf großer Reise, dem Aggregat doch ein wenig der letzte Punch fehlt. Aber wer so etwas möchte, kann ja auch zur 1000er greifen. Schön ist, das Suzuki gleich einen Kofferhalter für Ihr Gepäcksystem serienmäßig integriert. Wie sich auch die gesamte Ausstattung der XT sehen lassen kann. Die Sicherheitsausstattung beinhaltet ABS und eine abschaltbare, zweistufige Traktionskontrolle. Für den Komfort sind eine verstellbare Scheibe, große Spiegel, Handschützer, Motorschutz, und Speichenräder verbaut. Die neue LED-Lichttechnik hat bisher nur am Rücklicht Einzug gehalten. Blinker und Frontscheinwerfer erleuchten noch mit normalen Leuchtmitteln.

Sehr übersichtliches Cockpit

Die Instrumente sind altbekannt von der großen V-Strom 1000. Sie sind sehr übersichtlich gestaltet und bieten alle nötigen Informationen auf einen Blick. Mit einer Wippe kann man sich durch 2 Anzeigen zappen. Dazu gibt es nur noch einen Knopf zum Aufrufen der Traktionskontrolle und einen Rücksteller für die Kilometer. Das versteht man innerhalb von Sekunden und benötigt kein Bedienungshandbuch mit zig Seiten.

So funktioniert eigentlich die ganze Suzuki V-Strom 650 XT. Einfach aufsteigen und losfahren. Fertig.

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