20/09/2020

Münstertal 2020

Zur Besichtigung unseres neuen Wohnwagen Tabbert Puccini 560E reisten wir bis in den Schwarzwald, auf den Campingpark Münstertal. Die Anreise dauerte Dank früher Abfahrtszeit um 4 Uhr morgens, nur 6 Stunden. Der Campingplatz bezeichnet sich selbst als 5-Sterne Camping. Der Wohnwagen war für uns auf dem Übernachtungsplatz vor dem Campingplatz abgestellt. Da es sich um einen Eckplatz handelte, war er von hinten und links durch hohe Hecken begrenzt. Die Stellplatzgröße reichte für den Wohnwagen, das Auto und Tisch und Stühle. Um auf den Campingplatz zu kommen, überquert man einmal die Bahnstrecke. Von den Zügen hören wir aber so gut wie gar nichts. Lediglich das Signal der Schranken ist ein wenig zu hören.

Einfahrt Campingpark mit Rezeption und Restaurant

Auf dem Übernachtungsplatz ist sowohl Wasser, wie auch Strom vorhanden. Selbst die Entsorgung des Inhalts der Chemietoilette und des sonstigen Abfalls ist dort möglich. Nur das Aufstellen eines Zeltes oder Vorzelts geht wegen des harten Untergrund nicht. Das hatten wir aber auch nicht vor.

Besichtigung Tabbert

Den ersten Tag verbrachten wir mit der Anreise und dem Inspizieren des Tabbert. Nachdem alles klar war, zogen wir in den Wohnwagen ein. Dank des Verkäufers war der Stellplatz für uns bis Donnerstag reserviert. Denn eigentlich ist der Campingpark während der Ferien immer ausgebucht. Gleichzeitig mit der Anmeldung erhält man die Schwarzwaldkarte, mit der man kostenlos mit Zug und Bus in der Region umher fahren darf. Am nächsten Tag nutzten wir das noch nicht aus, sondern wanderten durch den Wald am Münstertal entlang.

Rathaus Münstertal

Am Rathaus durchquerten wir den Ort Münstertal. Auf der anderen Seite stieg unser Weg wieder bergan. Diesmal liefen wir auf der Sonnenseite entlang. Ein Kneipp-Becken an der Strecke verschaffte uns wieder Abkühlung. Der Rest des Weges ging bergab zurück zum Campingpark.

Aussicht vom Schlossberg

Nach einer sehr angenehmen Nacht in unserem neuen Domizil fuhren wir mit der Bahn nach Freiburg. Als erstes besuchten wir das Freiburger Münster, eine Kirche aus dem 12. Jahrhundert. Sie liegt mitten in der schönen Freiburger Altstadt. Rund um das alte Gemäuer bilden die Fachwerkhäuser einen beeindruckenden Rahmen. Von dort aus bestiegen wir den Schlossberg. Von oben bietet sich uns ein toller Rundumblick über die Dächer von Freiburg.

Entenfamilie in der Dreisam

An diesem Tag war es mit 30 Grad sehr warm. Ich empfahl zum Fluss Dreisam zu gehen, um eine Pause zu machen. Wir setzten uns am Cafe Extrablatt auf ein paar Steine in der Dreisam. Dieser Platz wird von vielen als Erholungsplatz mitten in der City genutzt. Das Rauschen des Wassers übertönt den Verkehrslärm, der an beiden Seiten vorbei zieht. Nach kurzer Zeit checkten mehrere Entenfamilien, ob es bei uns etwas zu futtern gibt. Zum Ende gingen wir nochmal durch die Einkaufsstraßen, bevor wir wieder mit der Bahn zurück fuhren.

Häuserensemble in Staufen

An unserem letzten Tag brachte uns die Bahn zum Nachbarort Staufen. Ein bekannter Bürger des Ortes ist wohl Johann Georg Faust. Goethe beschreibt in seinem gleichnamigen Drama den Pakt zwischen Faust und Mephisto. Ansonsten ist Staufen ein niedlicher kleiner Ort mit schönen alten Häusern. Im ersten Cafe am Platz, dem Café Decker, genehmigten wir uns jeder ein Stück Kuchen oder ein Eis. Nach Rückkehr machten wir den Tabbert reisefertig und bestellten uns zusammen mit dem Verkäufer des Wohnwagen noch leckere Pizza vom Campingplatz. Am nächsten Morgen endete der Aufenthalt im Münstertal leider schon wieder.

Kloster Walkenried

Unsere Rückreise teilt sich in zwei Etappen auf. Der erste Teil führt uns über die volle A5 und die A7 Richtung Harz nach Walkenried. Den Campingpark Walkenried habe ich 2018 zum letzten Mal besucht. Um 22.15 Uhr werden wir noch herein gelassen. Im Dunkeln richten wir den Wohnwagen aus. Eine dreiviertel Stunde später liegen alle kaputt im Bett.

Waldspaziergang zum Kloster

Am nächsten Tag ist ausruhen angesagt. Aber eine kleine Wanderung zum Kloster ist doch noch drin. Vom Knaus Campingpark geht es nur über den Berg und schon ist man dort. Das Klausurgebäude ist größtenteils noch erhalten. Von der Kirche existiert nur noch die Ruine. Trotzdem gehört beides zum UNESCO Welterbe. Der alte Ortsteil ist ebenfalls schön anzusehen.

Für den Samstag ist Shopping in Göttingen angesagt. Leider stehen wir viel zu spät auf, sodass es nur zum Abholen der bestellten Bücher in der Buchhandlung reicht. Danach sind wir schon mit der Tante aus Göttingen verabredet. Pünktlich holen wir sie in Geismar ab und fahren zum Kiessee.

Kiessee mit Gaststätte

Im Haus am See aßen wir zu Mittag. Danach machten wir mit der 89-jährigen Tante noch eine Tour mit dem Tretboot um den See. Super, das sie noch alles so mitmacht. Sogar ein paar leichte Fitness-Übungen waren drin, als wir auf dem Spaziergang am Ufer an dem kleinen Parcours ankamen. Nach einem schönen Tag fuhren wir eine Stunde zurück zum Campingplatz. Den Sonntag nutzten wir zum Ausruhen, Lesen usw. Morgen fahren wir den zweiten Teil der Rückreise bis nach Hause.

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