24/09/2020

Mölln 2020

Endlich sind wieder Übernachtungen im Hotel oder auf Campingplätzen für Privatreisende erlaubt. Dieses haben wir gleich ausgenutzt und sind zu einem Kuschelwochenende nach Mölln aufgebrochen. Von Samstag bis Montag buchte meine Frau für uns ein Angebot im Hotel „Waldhalle“ direkt am Schmalsee.

Der Kofferraum fast das ganze Wochenendgepäck.

Gegen Mittag packten wir unsere Klamotten für das Wochenende und verstauten sie im neuen Käfer. Der Kofferraum ist ausreichend groß für eine Wochenendtour bemessen. Über die A1 und die A39 fuhren wir bis Winsen an der Luhe. Die Autobahnetappe absolvierte der Käfer erstaunlich ruhig. Im Innenraum konnten wir uns trotz Geschwindigkeiten jenseits der 180 Km/H gut unterhalten. Die Höchstgeschwindigkeit liegt irgendwo über 210 Stundenkilometern. Wir haben es nicht bis auf’s Letzte ausprobiert.

Elbspaziergang in Drage.

Der Wettergott meinte es gut mit uns. Nach Verlassen der BAB öffneten wir das Verdeck und setzten unsere Fahrt offen fort. Wir näherten uns der Elbe. Bisher waren wir meistens nördlich von Hamburg an der Elbe unterwegs. In Drage stellten wir das Auto am Elbcafé ab und schlenderten ein wenig auf dem Elbdeich entlang. Hier vermittelt der Fluss einen ganz anderen Eindruck. Vom Deich aus haben wir einen herrlichen Weitblick über die Landschaft. Uns fällt das weitläufige Gelände auf, wo sich bei Hochwasser das Gewässer ausbreiten kann. Nach einer halben Stunde und ein paar Tröpchen Wasser von oben ging’s weiter. Bei Geesthacht überquerten wir die Elbe. Von hier aus sind es nur noch gut 40 Kilometer bis zur Waldhalle in Mölln.

Zimmer mit Ausblick auf den Schmalsee.

Das Hotel liegt mitten im Wald im Naturpark Lauenburgische Seen. Der Empfang ist sehr freundlich. Ungewohnt sind nur die Hygienemaßnahmen aufgrund der Coronapandemie, wie Händedesinfektion und Maskenpflicht. Unser Zimmer hat einen herrlichen Ausblick auf den See. Die Doppeltür lässt sich ganz aufschieben. Dann hat man das Gefühl, man sitzt im Sessel mitten im Wald. Die Ausstattung des Zimmers ist sehr gut. Sogar Kaffeemaschine und Wasserkocher sind vorhanden. WLAN gibt es auch kostenlos. Sonst wäre man hier wohl von der großen weiten Welt des Internets abgeschnitten. Wir ruhen uns ein wenig aus.

Waldspaziergang – im Hintergrund das Hotel

Lange liegen ist aber nicht. Vorm Essen geht es nochmal am See entlang. Ein schöner Waldspaziergang führt uns am Ufer des Schmalsees entlang. Das Hotel ragt ein wenig zwischen den Bäumen hervor. Man kann unser Zimmer sehen. Nach der Rückkehr empfängt uns das Restaurant mit einem 5-Gänge Menü, bestehend aus Vorspeise, Salat, Suppe, Hauptgericht und Nachspeise. Das war schon mal ganz anständig.

Marktplatz mit Till Eulenspiegel Museum

Am nächsten Morgen besuchen wir nach dem Frühstück Mölln. Die Stadt steht ganz im Zeichen von Till Eulenspiegel. Auf dem Marktplatz mit seinen toll erhaltenen Gebäuden befindet sich unter anderem das Till Eulenspiegel Museum. Auf einen Besuch verzichte ich, meine Frau hat es schon gesehen. Vor dem Museum steht die Nachbildung eines Schandpfahls. Dort wurde man im Mittelalter angekettet, wenn man kleinere Straftaten begangen hatte. Gegenüber thront die St. Nicolai Kirche an der höchsten Stelle des Hügels. Sie stammt wohl aus dem 12. Jahrhundert.

Seenrundfahrt mit der MS Till

Immer bergab kommt man an den Möllner Stadtsee. Dort sprach uns Kapitän Morgenroth auf seine gleich startende 3-Seentour an. Gerne folgten wir ihm an Bord der MS Till. Mit zwei weiteren Fahrgästen schipperten wir eine Stunde über den Stadtsee, den Ziegelsee bis zum Elbe-Lübeck-Kanal und den Schulsee. Dabei verriet uns der Kapitän viel Wissenswertes und Kurioses über Mölln. Einige Flunkereien waren natürlich auch dabei.

Der Löwe vom Dom zu Ratzeburg

Da Mölln nicht ganz so groß ist, hatten wir am Ende noch ein wenig Tag über. Den nutzten wir zu einem kurzen Ausflug nach Ratzeburg. Die 10 Kilometer Entfernung waren schnell hinter uns gebracht. Die Altstadt von Ratzeburg liegt auf einer Insel zwischen Ratzeburger-, Küchen- und Domsee. Auf dem vollen Parkplatz Schlosswiese hatten wir doppelt Glück. Ein Autofahrer verließ seinen Parkplatz und hielt uns ein noch gültiges Parkticket aus dem Fenster. Nach einem Fischbrötchen und Pommes erkundeten wir die Insel Richtung Ratzeburger Dom. Vor dem Dom steht eine Replik des Braunschweiger Löwen. Der Ratzeburger Dom gehört zu einem der vier Löwendome, allesamt von Heinrich dem Löwen gestiftet.

Ostufer Ratzeburger Altstadtinsel

Über das Ostufer führte unser Weg zurück zum Parkplatz Schlosswiese. Für den kurzen Rückweg öffneten wir nochmal das Dach des Käfers und genossen den Weg durch die Landschaft. Nach einem schönen Abendessen wohnten wir noch ein wenig im Hotel Waldhalle. Meine Frau hatte noch nicht genug vom Laufen. Sie umrundete zu Fuss den Schmalsee am Abend.

Lüneburger Heide

Auf der Rückfahrt überquerten wir die Elbe wieder bei Geesthacht, um dann noch einen Abstecher durch die Heide zu unternehmen. Über Salzhausen, Egestorf und Undeloh fuhren mitten ins Zentrum der Lüneburger Heide. An eine Fahrt mit offenem Verdeck war nicht zu denken. Die Temperatur pendelte sich zwischen 10 und 12 Grad ein. Das war uns dafür ein wenig zu kalt. Wir hielten an einem Parkplatz und gingen noch ein paar Schritte durch die Heide. In einiger Entfernung konnten wir eine Herde Heidschnucken entdecken. Der kalte Wind pfiff hier ordentlich über das Gelände. So wurde es nur eine sehr kurze Wanderung.

Regierungsrunde

Unseren letzten Stopp machten wir bei der Bäckerei Weiss in Welle. Alle aus Coronagründen gesperrten Plätze waren für Frau Merkel, Herrn Altmeier und Herrn Spahn reserviert. An einem freien Platz wärmten wir uns an einem Kaffee bzw. Cappucino und aßen jeder ein Stück Kuchen. Am Ende der Tour wird sich eine Diät anschließen müssen.

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