Skoda Superb Combi 2.0 TDI 4×4

Skoda Superb Combi 2.0 TDI 4×4

Seit knapp 4 Jahren begleitet uns der Skoda Superb Combi 2.0 TDI 4×4. Beim Autohaus Küver in Hagen entdeckten wir 2016 einen halbes Jahr alten Wagen. Motorisiert ist das Fahrzeug mit dem 190 PS Dieselmotor und DSG-Getriebe. Er wies eine Laufleistung von 11.600 Kilometern aus. Da wir zu dieser Zeit noch aktive Wohnwagenfahrer waren, hatten wir bewusst nach einem Modell mit Anhängerkupplung und Allradantrieb gesucht.

Unser erster Skoda Superb

Mit unserem ersten Superb Combi hatten wir insgesamt sehr gute Erfahrungen gemacht. Leider winkte er zum Schluss „mit der weißen Fahne“ aus dem Auspuff, sodass wir uns um etwas Neues bemühen wollten. Das Nachfolgemodell des Skoda stand aber erst kurz vor seiner Veröffentlichung. Also entschieden wir uns für einen BMW 530 Touring, mit dem wir aber überhaupt nicht warm wurden. Nach einem halben Jahr gaben wir auf und der Sehnsucht nach „unserem“ Skoda nach.

Einen schönen Hintern hat er auch.

Von außen ist der neue Skoda Superb ein sehr schönes Auto. Er wirkt auch nach 4 Jahren noch modern. Die eckigen Leuchten fügen sich sportlich elegant in die Karosserie ein. Er wird immer noch fast unverändert von Skoda angeboten. Die eigentliche Stärke des Autos liegt aber im Inneren.

Gemütliche Ausstattung im Inneren

Schon beim ersten Blick in den Innenraum fällt einem die Alcantara-Ausstattung auf. Beim Platznehmen entsteht sofort ein wohliges Gefühl. Die Sitze bieten ein guten Seitenhalt und sind komplett elektrisch einstellbar. Eine Sitzheizung ist ebenfalls an Bord.

Reichlich Platz im Fond

Der eigentliche Knaller ist aber der Fondbereich. Auf dem Foto ist der Fahrersitz auf 1,80 Meter Körpergröße eingestellt. Trotzdem können große Erwachsene hinten sitzen, ohne mit den Knien an die Vordersitze zu stoßen. Auch hier gibt es eine Sitzheizung. In den Türen sind Rollos, in der Mittelarmlehne Becherhalter vorhanden.

Durch das Panoramadach entsteht ein sehr luftiges Raumgefühl

Das tolle Raumgefühl entsteht auch durch das verbaute Panoramaglasdach. Dadurch kann man während der Fahrt von den Fondsitzen prima den Himmel beobachten. Es gibt eine Kippfunktion sowie eine Öffnung bis auf die Hälfte. Um starke Sonneneinstrahlung zu verhindern, gibt es ein elektrisches Stoffrollo mit dazu.

Ein großer Kofferraum

Trotz dieses großen Platzangebotes für Mitfahrer gibt es auch noch einen großen Kofferraum. Das Volumen gibt Skoda mit 660 Litern bei aufrechten Sitzlehnen an. Eine Durchladeeinrichtung für lange Gegenstände ist integriert. Wenn man die Rückbank umklappt, entsteht ein Transportvolumen von bis zu sagenhaften 1.950 Litern. Leider ist der Boden nicht ganz eben. Sonst hätte man auch noch ein großzügiges Doppelbett. Trotzdem hört die sinnvolle Ausstattung hier noch nicht auf. Links und rechts befindet sich jeweils ein Staufach hinter einer Klappe. 4 Gepäckhaken zum Ausklappen sind verbaut. Die Kofferaumleuchte kann man abnehmen und als Taschenlampe benutzen. Simply Clever sagt Skoda dazu. Auch clever ist die Handhabung der Anhängerkupplung. Einen kleinen Teil der Ladekante kann man anheben. Dadurch entriegelt sich die Kupplung und schwingt aus dem Fahrzeugboden. Noch kurz einrasten und fertig. Eine LED zeigt an, ob alles in Ordnung ist.

Armaturen und Mittelkonsole des Skoda Superb.

Am Arbeitsplatz des Superb empfängt einen die volle Ausstattungsliste. Gestartet wird der Wagen schlüssellos per Druckknopf. Das Auto wählt die geeigneten Gänge durch das 6-Gang DSG-Getriebe selbst. Der Fahrer bestimmt die Richtung über ein Multifunktionslenkrad. Von diesem kann durch ein sehr umfangreiches Fahrzeugmenü geblättert werden. Darin enthalten sind Verbrauchswerte, Navigation, Radiostationen und noch vieles mehr. Natürlich können letztere auch direkt über das Radiosystem Columbus eingestellt werden. Damit im Eifer des Gefechts einem nicht so heiß wird, stellt man am besten die Klimaautomatik auf eine kühle Temperatur ein. Auch beim Einparken kommt man eher nicht ins Schwitzen. Auch hier kann man sich von einem Einparkassistenten unterstützen lassen. Wahnsinn.

Und wer glaubt, das hier schon Schluss ist – Android Auto, Soundsystem, Tempomat, Rückfahrkamera, Bremsassistent, Feuerlöscher, Schirme in den Fronttüren, Eiskratzer im Tankdeckel und und und.

Die Bedienung ist intuitiv. Wer schon mal einen VW gefahren hat, fühlt sich hier umgehend wohl. Einzig die Betankung mit AdBlue ist neu. Dazu befindet sich neben dem Einfüllstutzen für Diesel ein blauer Einlass für die Öko-Flüssigkeit unter der Tankklappe. Der Motor läuft schön leise. Kräftig treten die 190 PS ihren Dienst an, wenn man mutwillig das Gaspedal zu Boden tritt. Mit großen Wohnanhängern hat der Skoda Superb keine Probleme. Die dürfen auch bis zu 2,2 Tonnen schwer sein. Das Fahrverhalten ist mit und ohne Anhänger gut und einfach zu beherrschen. Bisher gab es auf unseren 70.000 Kilometern noch keine Gelegenheit, die der Wagen mit uns nicht gemeistert hat. Ich könnte noch viel über Bremsen, Fahrwerk schreiben. Aber alles verhält sich unauffällig. Genauso wie der Verbrauch. Im Durchschnitt verbraucht der Wagen um die 6 Liter Diesel auf 100 Kilometern. Das ist ganz angemessen für einen 4,86 Meter langen und 1635 Kilo schweren Pkw. Mit Anhänger wird’s natürlich mehr.

Bei aller Lobhudelei fallen mir auch ein paar Kleinigkeiten ein, über die ich meckern könnte. Das DSG-Getriebe schaltet manchmal mit „Gedenksekunde“. Der Bremsassistent erschreckt mich manchmal durch piepen, wenn ich etwas zu dicht an ein abbiegendes Fahrzeug heranrolle. Jetzt wird es aber schon schwierig, etwas zu finden.

Auch in der Qualität ist das Fahrzeug absolut unauffällig. In den 4 Jahren hat der Skoda Superb nur einmal außerplanmäßig eine Werkstatt gesehen. Ein Sensor für Luftgüte und der Starterknopf mussten ausgetauscht werden. Ich glaube, das ist eine sehr solide Bilanz. Ansonsten waren wir nur zur Inspektion und zum Räderwechsel in unserer 1a Werkstatt.

Auf jeden Fall wieder! lautet das Fa(hr)zit. Der Skoda Superb Combi 2.0 TDI 4×4 ist ein wunderbarer Pkw. Mit unserer Ausstattung hat er den Hauch der Oberklasse zum Preis der günstigen Mittelklasse.

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